Alle Beiträge von Boris Drabant

ABACI EDITION in Frankfurt

ABACI EDITION

Frankfurt, Neue Mainzer Straße 80, dort wo die Mainmetropole wirklich ein bisschen an das große Vorbild am Hudson River erinnert, startet ab dem 22.September ein außergewöhnliches Experiment.

Zusammen mit Künstlern, Designern und Architekten eröffnet der Frankfurter Designer ABACI einen Pop-Up-Store, „limitiert in Zeit und Budget“.

Für ABACI EDITION haben die Architektin Oana Rosen, die Gestalterin Jasmin Kress, die Industrie-Designer Andrei Munteanu und Ayoub Saaif, die Interior Designer MORGEN INTERIORS und der Architekt Kay Mack jeweils einen Bereich gestaltet.

Der Künstler Luzius Ziermann wird  eine eigene Ausstellungsfläche bespielen.

Die Wiesbadener Agentur 3deluxe hat den Entstehungsprozess begleitet und aus den Inspirationsquellen aller Beteiligten ein Buch produziert.

Cem Mustafa Abaci, der das Projekt kuratiert, hat für diesen Anlass eine spezielle ABACI EDITION Kollektion geschaffen, hochwertige Kleidung im typischen ABACI Look, inclusive einer kleinen Kinder-Kollektion.

weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier:
www.facebook.com/ABACI.Edition

 

10 Jahre „Markt des guten Geschmacks“ – Jubiläum für Slow Food in Stuttgart

Slow Food Messe Logo

Slow Food steht für regionale, nachhaltig und handwerklich erzeugte Lebensmittel bester Qualität. Bereits zum zehnten Mal können Besucher diese auf dem Markt des guten Geschmacks im Rahmen der Stuttgarter Frühjahrsmessen probiert, genossen und auch mit nach Hause genommen werden.

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Freude am Kochen und bewusstem Genießen sowie die Wertschätzung der Esskulturen sind die tragenden Säulen der Messe. Die Besucher kommen persönlich mit Erzeugern und Lebensmittelhandwerkern zusammen, die im gewöhnlichen Konsumentenalltag anonym bleiben.

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Markt des guten Geschmacks
Die Slow Food Messe
Messegelände Stuttgart 31.03. – 03.04.2016

Eintrittspreise:
Tageskarte 13 € / 10 € ermäßigt
Dauerkarte 25 €

Margarete Backstage oder: zwei Brüder, zwei Köche und eine geniale Erfindung

Dies ist ein Gastbeitrag unseres Partner-Blogs Cala kocht

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Wer mich kennt und schon eine Weile meinen Blog und meine Beiträge auf Facebook verfolgt, weiß, dass mein erklärter Favorit unter den veganen Frankfurter Restaurant-Optionen das Margarete in der Braubachstraße ist. Hier gibt es zwar nur sonntags rein vegane Küche, dafür ist die aber vom Allerfeinsten.

Am vergangenen Sonntag durfte ich hinter die Kulissen schauen.

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Verantwortlich für den veganen Sonntag im Margarete sind die Brüder Johannes und Joseph Schreiter. Beide sind als Köche Quereinsteiger, beide leben privat überwiegend vegan. Johannes kocht auch unter der Woche im Margarete, Joseph arbeitet hauptberuflich als Designer.

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Raffaela Schöbel, Inhaberin und Geschäftsführerin im Margarete, unterstützt den veganen Sonntag aus Überzeugung

Inzwischen ist der Sonntag im Margarete zu einer echten Institution in der Frankfurter Restaurantszene geworden – und das nicht nur unter veganem Publikum. „Anfangs haben sich manchmal noch Gäste beschwert, die zufällig sonntags reserviert hatten und enttäuscht über die fleischlose Karte waren“, erzählt uns Margarete-Inhaberin und Geschäftsführerin Raffaela Schöbel, die sonntags immer vor Ort ist und sich persönlich um den Service kümmert. Mittlerweile komme es nur noch ausgesprochen selten vor, dass sich ein Gast „verirrt“ und enttäuscht geht. „Der vegane Sonntag ist mittlerweile fest verankert und sehr gut besucht.“

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Gekocht wird kreativ und extrem abwechslungsreich mit saisonalem Gemüse, ausgesuchten Gewürzen und Kräutern. Die Karte wird jede Woche überarbeitet und nach den neuen Ideen der Köche angepasst. Hier geht es nicht darum, irgendwelche Gerichte vegan nachzubauen, sondern mit veganen Zutaten auf höchstem Niveau gesund und genussvoll zu kochen. Wer sonntags ins Margarete geht, will nicht essen, sondern genießen – dass die Karte nebenbei auch vegan ist, vergisst man beinah.

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„Unser Ziel ist ein phantasievoller Umgang mit Gemüse, ein fröhliches, genussvolles Essen ohne tierische Begleitung und ohne Verzicht“, erklärt mir Johannes, während er die Tomaten für die Vorspeisen auf Bleche verteilt, die jetzt mit reichlich Gewürzen mindestens zwei Stunden in Ofen schmoren werden.

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Dass die beiden Brüder in jeder Hinsicht ein eingespieltes Team sind und ihre Ideen mit großem Durchhaltevermögen in die Tat umsetzen, zeigen sie bei ihrem jüngsten Projekt. Auf Basis ihrer praktischen Erfahrungen haben sie ein Profi-Schneidbrett mit ausgeklügelten Details entwickelt.

„Die Idee kam mir, als ich sah, wie sich im größten Küchenstress ein Kollege eine Box unter sein Schneidbrett klemmte, um die Küchenabfälle direkt entsorgen zu können“, erzählt Johannes.

Entstanden ist das „Frankfurter Brett“, ein massives Multi-Funktions-Brett, das in drei Größen erhältlich sein wird und für den ambitionierten Hobbykoch gleichermaßen interessant ist, wie für Profis und Gastroküchen. In das Brett eingearbeitet sind ausziehbare Halterungen für die klassischen Gastro-GN-Behälter. Hier finden Zutaten, Schnittgut, Abfälle und Werkzeuge Platz, so dass das Arbeiten effizient, platzsparend und professionell wird – ganz zu schweigen von dem Spaß, den es macht, so zu arbeiten.

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Die Profi-Version, die ich im Margarete bewundere, liegt zudem rutschfest auf einem massiven Sockel aus schwarzem Gussbeton.

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Seit drei Jahre arbeiten die Brüder jetzt mit Partnern aus der Industrie an der Umsetzung ihrer Idee, haben Prototypen entwickelt, Partner gesucht und gewechselt und unzählige Hürden genommen. Nun soll die pfiffige Erfindung durch Crowdfunding finanziert werden und in Produktion gehen.

Wenn du mehr über das Frankfurter Brett erfahren möchtest, schau dir diese beiden YouTube-Videos an:

Zum Crowdfunding-Projekt (und damit zur Möglichkeit, dir dein eigenes Brett zu sichern), geht’s hier.

Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende
Cala

Große Kundgebung für Toleranz und Weltoffenheit auf dem Frankfurter Römerberg

Rund 10.000 Menschen erwartet die Frankfurter Polizei am kommenden Montag auf dem Römerberg zu einer Kundgebung gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und für eine weltoffene Stadt. Ein Bündnis aus über 60 Gruppen und Initiativen hat dazu aufgerufen, um ein Zeichen gegen die sogenannte „Pegida“ Bewegung zu setzen. Deren Frankfurter Ableger hat für den gleichen Abend eine Demonstration in der Frankfurter Innenstadt  angemeldet.

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OB Peter Feldmann hat zur Teilnahme an der Veranstaltung auf dem Römerberg aufgerufen. Die Webseite der Stadt Frankfurt zitiert ihn mit folgendem Statement:

„Frankfurt setzt als internationalste Stadt Deutschlands ein klares Zeichen. Frankfurt ist Heimat von Menschen aus 170 Nationen. Wir demonstrieren nicht gegen unsere Nachbarn und Kollegen, wir demonstrieren mit ihnen und für sie gemeinsam.“

Feldmann wird am Montag Abend neben anderen Rednern zu den Frankfurter/Innen sprechen.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr auf dem Römerberg. Aufgrund der zu erwartenden Polizeipräsenz ist in der gesamten Innenstadt mit Verkehrsbehinderungen und Bereichssperrungen zu rechnen.

MMK 2 eröffnet mit „Boom She Boom“

Das Museum für moderne Kunst eröffnet am 19. Oktober neue Ausstellungsräume im Taunusturm.

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Mit 2000 qm neuer Ausstellungsfläche bietet diese dritte Location  dem MMK die Möglichkeit, weite Teile der Sammlung, die bisher im Dornröschenschlaf im Depot lagen,  dem Publikum zu präsentieren.

Zweimal im Jahr wird das MMK2 zukünftig wechselnde Ausstellungen mit Werken aus den Beständen der Sammlung zeigen. Dabei werden die Arbeiten  zu aktuellen Fragestellungen in Beziehung gesetzt werden und durch Neuproduktionen ergänzt.

Den Anfang macht die Ausstellung BOOM SHE BOOM. Ab dem
19. Oktober widmet sie sich den Künstlerinnen, die bereits seit Gründung des MMK stets prominent in der Sammlung vertreten waren und sind.
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„Mit der Vielfalt und Stärke, die von den Werken dieser Künstlerinnen ausgeht, möchte das MMK seine neue Präsenz im Zentrum Frankfurts beginnen. Die Ausstellung umfasst unterschiedliche künstlerische Verfahren und konzeptuelle Ansätze, sie präsentiert eine Vielzahl von Perspektiven und Fragestellungen.“ MMK

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BOOM SHE BOOM
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19. Oktober  2014 – 14. Juni 2015

Öffnungszeiten:
Montag: geschlossen
Dienstag – Sonntag: 10-18 Uhr
Mittwoch: 10-20 Uhr

Eintrittspreise und weitere Informationen zu den laufenden Ausstellungen im MMK 1|2|3 unter:
mmk-frankfurt.de

„Hänsel und Gretel“ an der Oper Frankfurt

Fühlen Sie sich von Ihrem Nachwuchs überfordert? Empfinden Sie Erziehung manchmal als Zumutung? Schicken Sie Ihre Kinder bei der nächsten Verfehlung doch einfach mal in den Wald. Alleine und am besten über Nacht. Vielleicht sorgt eine solche abrupte Konfrontation mit den Mächten der Natur für eine Festigung des kindlichen Charakters. Und sollte in Ihrem Forst noch eine reale Bedrohung in Form einer Hexe oder eines anderen übernatürlichen Wesens mit kanibalistischen Neigungen hausen, schult dies sicher die Aufmerksamkeit der Kleinen. Sie finden das grausam? Viele Märchen der Gebrüder Grimm sind eigentlich für zarte Kinderseelen ungeeignet und haben doch bis heute nichts von Ihrer Faszination eingebüßt.

An der Oper Frankfurt steht „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck jetzt in einer Neuinszenierung auf dem Spielplan.

© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus

Im Originalmärchen ist es die nackte Armut, die den Vater seine Kinder im Wald aussetzen lässt. Humperdinck hat diesen, im Grunde sozialkritischen Aspekt der Erzählung, fallen gelassen und schickt Hänsel und Gretel aus erzieherischen Gründen in den aus dem Haus. Er hatte den Stoff ursprünglich als Singspiel für die Einübung mit seinen Kindern gewählt, dann aber das musikalische und dramatische Potential erkannt und ihn zu einer Oper weiter entwickelt. Dabei änderte er einige Motive und ergänzte das Werk mit christlichen Motiven. Mit vielen Volksliedzitaten und einigen eingängigen Liedkompositionen wurde das Werk schnell zum Erfolg und auch die farbenfrohe Frankfurter Inszenierung ist geeignet, Kinder wie Erwachsene für die Oper zu begeistern.

© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus

Bühnenbild und Kostüme sind (vor-) weihnachtlich prachtvoll geraten, die Rollen der Protagonisten exzellent besetzt und das Frankfurter Museumsorchester unter Leitung von Sebastian Weigle agiert gewohnt spielfreudig. Alles in allem eine wunderbare Gelegenheit Ihren Kindern Oper nahe zu bringen. Die Hexenszene ist so komödiantisch inszeniert, dass sich der Nachwuchs ab 10 Jahren nicht mehr fürchtet und für Erwachsene bietet die Inszenierung einen anregend neuen Blick auf eine alte Geschichte.

Weitere Aufführungen:

17., 19., 25. Oktober,
1., 14., 21., 22. November
6., 10., 18., 22., 25., 28., Dezember 2014
2. Januar 2015

Bitte beachten Sie die Nachmittagsvorstellungen am 6. Dezember (15:00 h), sowie am 22., 25. und 28. Dezember (jeweils 14:00 h).

Als nächste Premiere steht am Sonntag, den 30. November
„La Sonnambula“ von Vincenzo Bellini auf dem Programm.

Alle Infos zu diesen Veranstaltungen, sowie Online Tickets unter www.oper-frankfurt.de

 

Oper Frankfurt startet mit einer Uraufführung in die neue Saison

„Ich bin ein zeitgenössischer Barde, der eine Geschichte nochmals erzählen will. Aber ganz anders.“  Rolf Riehm

© Wolfgang Runkel
© Wolfgang Runkel

Einer klugen Tradition folgend, ist die Oper Frankfurt mit einem modernen Stück in die neue Saison gestartet. Rolf Riehms „Sirenen – Bilder des Begehrens und des Vernichtens“ ist ein Auftragswerk, das in Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten und dem Inszenierungsteam im Verlauf von fast vier Jahren entstanden ist  und nun zu seiner Uraufführung kam. Der Stoff, eine Passage aus der Odyssee, beschäftigt Rolf Riehm bereits sein gesamtes künstlerisches Leben.

© Wolfgang Runkel
© Wolfgang Runkel

Erzählt wird die Geschichte einer unerfüllten Liebe und die daraus resultierende , zerstörerische Kraft der Rache. Kirke wartet vergeblich auf die Rückkehr Ihres Geliebten Odysseus. Diesem hatte sie verraten, wie man der tödlichen Anziehungskraft  des Sirenen-Gesangs entgeht,  um ihn eine sichere Rückkehr zu ihr zu ermöglichen. Odysseus nutzt dieses Wissen, kehrt jedoch nicht zu Kirke zurück.

© Wolfgang Runkel
© Wolfgang Runkel

Um sich an ihm zu rächen, sendet Kirke Jahre danach den gemeinsamen Sohn Telegonos aus, Odysseus zu töten. Telegonos weiss nicht , dass sein Opfer der eigene Vater ist, erkennt ihn jedoch im Moment des Mords. Er begleitet daraufhin den Sterbenden auf seine Reise in das Land, wo die Lebenden mit den Toten sprechen und wo Kirke auf ihn wartet.

 

Rolf Riehm und Regisseur Tobias Heyder erzählen diese, vom Begehren und Wahnsinn getriebene Geschichte nicht geradlinig.  Ihre „Samples“ durchbrechen sowohl den Fluss der Musik als auch die Erzählstruktur auf anfangs verwirrende Weise. Videoprojektionen illustrieren die Handlung auf der Bühne und geben Einblick in das Innenleben der Protagonisten. Es wird zitiert, geremixed, mit Zeit und Raum gespielt. Dennoch ist jedes Einzelbild, jeder Frame in sich stimmig, verstörend, berührend und am Ende, im Zusammenhang, erhellend.

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© Wolfgang Runkel

Vier Protagonisten teilen sich die karge Bühne von Thilo Steffens. Michael Mendl verkörpert in einer Sprechrolle den sterbenden Odysseus, der amerikanische Countertenor Lawrence Zazzo sein jüngeres Alter Ego. Ebenfalls nur sprechend: Dominic Betz als Telegonos. Wunderbar entrückt, Ensemblemitglied Tanja Ariane Baumgartner als Kirke.

Die Partitur, vielleicht besser sogar der Soundtrack, besteht aus Fundstücken und  komponierten Passagen, roher Rhythmik und raffiniert zusammengebastelten Sequenzen, wird auf der Bühne weiterentwickelt, teilweise mit archaischen Instrumenten wie der singenden Säge. Martyn Brabbins, ein Spezialist für moderne Töne, hat das Orchester der Oper Frankfurt hervorragend für diese schwierige Aufgabe präpariert.

© Wolfgang Runkel
© Wolfgang Runkel

Rolf Riehm hat Frankfurt, der Stadt in der er seit seinem Studium mit Unterbrechungen zu Hause ist, eine Einladung überreicht, einen uralten Stoff in neuem Licht zu sehen. Nicht jeder wollte diese Einladung am Premierenabend annehmen. Doch diejenigen, die sich auf den Riehmschen Kosmos eingelassen haben, konnten ein Lebenswerk auf  seinem vorläufigen Höhepunkt genießen.

Weitere Aufführungen: 18., 21., 26. September
2., 4.  Oktober 2014

Als nächste Premiere steht am Sonntag, den 12. Oktober „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck auf dem Programm.

Alle Infos zu diesen Veranstaltungen, sowie Online Tickets unter www.oper-frankfurt.de

Markt im Hof – Hipsters Kantine in der Wallstraße

Bisher galt das Brücken- und Wallstraßen Viertel in Sachsenhausen als eines der in jedem Sinne gelungensten Beispiele für Gentrification in Frankfurt. Innerhalb weniger Jahre  wechselten die Ladenmieter, schlossen alteingessene Betriebe. Boutiquen, Design-affine Läden und dazu passende Cafés und Bars öffneten ihre Türen und verwandelten das vormals eher etwas schläfrige Viertel in einen Hotspot für Hipster und Touristen.

Neuester Anziehungspunkt ist der samstägliche „Markt im Hof“ in der Wallstraße Nummer 11. Auf dem Gelände eines ehemaligen Getränke-Abholmarktes öffnen jeden Samstag von 10-17 Uhr verschiedene Anbieter von regionalen Lebensmitteln, sowie von Speisen und Getränken ihre Stände.

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Gleichzeitig kann man sowohl drinnen im roh belassenen Industrial Ambiente sitzen oder, bei schönem Wetter, an Biertischen im Hof essen und trinken. Die Anbieter wechseln, haben jedoch alle einen regionalen Bezug und self-made Charme. Bei unserem Besuch gab es handgemachte Sommerrollen, vietnamesisches Essen, feinen Käse von einem Affineur aus dem Rheingau, die obligatorische Bratwurst und noch einige weitere Anbieter von feinem Lebensmitteln.

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Markt im Hof
jeden Samstag 10 – 17 Uhr
Wallstraße 11
60594 Frankfurt

Mehr Infos auf facebook

 

Frankfurter Garten

Gardening is cheaper than therapy and you get tomatoes!

Seit ein paar Jahren ist die Bewegung des „Urban Gardening“, also das Gärtnern im städtischen Raum außerhalb von Klein- und Hausgärten, auch in deutschen Metropolen sehr populär. Urbane Brachen, seien sie immer noch kriegsbedingt oder schon eine Folge konjunktureller Schwankungen, werden so im besten Falle in grüne Oasen verwandelt.

Frankfurter Garten

Eine solche Brache findet sich unweit des EZB Neubaus vor dem Gelände des Ostbahnhofs in Frankfurt. Seit  2013 verwandeln hier engagierte Frankfurter/Innen die unwirtliche Verkehrsinsel vor dem Bahnhof in ein kleines Naherholungsgebiet.

Frankfurter Garten

Der spezielle Charme des urbanen Gärtnerns liegt im temporären Charakter der bespielten Orte, im losen Verbund der engagierten Bürgerinnen und Bürger und im nützlich-provisorischen der gärtnerischen Gestaltung.

Frankfurter Garten

Gemüse und Zierpflanzen wachsen in allen möglichen Behältern. Vom städtischen Betonkübel, der gartenarchitektonischen Allzweckwaffe der siebziger Jahre, bis hin zu halbierten und umgekrempelten Säcken aus geflochtenem Kunststoff – es hat den Anschein, dass alles was Erde zusammen halten kann, zum Einsatz kommt.

Frankfurter Garten

Dabei sind sowohl die Behälter, als auch alle anderen selbst konstruierten Rankhilfen, Gestelle und Pflanztische durchdacht, den Pflanzen gerecht und meistens aus Dingen hergestellt, die hier ihre zweite oder dritte Verwertung erfahren. Die schlicht schönen Hochbeete können dabei seit diesem Jahr auch gekauft und für den eigenen Garten in Anwendung gebracht werden.

Frankfurter Garten

Der  Platz vor dem Ostbahnhof ist jedoch mehr als nur ein grüner Punkt auf dem Frankfurter Stadtplan. Bewohner des Viertels nutzen ihn als Ruhepol und als kommunikativen Marktplatz.  Raum dafür bietet die angegliederte Gastronomie.
Hier kann man, auch als Besucher, eine Kleinigkeit essen und trinken, mit den Mitgliedern des Stadtgartens ins Gespräch kommen oder einfach nur die Sonne genießen.

Frankfurter Garten

Auch wenn das Engagement der Vereinsmitglieder den Platz vor dem Ostbahnhof zum Blühen gebracht hat – ohne Sponsoren und Kooperationspartner wäre dies kaum möglich gewesen. Auch das Wohlwollen der Stadt und die Unterstützung durch die städtischen Betriebe und den Regionalpark Rhein-Main tragen dazu bei, dass die Idee eines Gartens mitten in der Stadt Wirklichkeit werden kann. Zudem hat die DB das Gelände dem Verein zur Nutzung überlassen.

Frankfurter Garten

Der provisorische Charakter des Gartens macht ihn jedoch auch anfällig für die Begehrlichkeiten von Investoren und Stadtplanern. Es existieren bereits Pläne, das gesamte Gelände rund um den Ostbahnhof aufzuwerten. Die Nähe zum Neubau der EZB steigert die Attraktivität des Viertels und der seit Jahren vernachlässigte Bahnhof soll modernisiert werden. Diesen Veränderungen könnte der Frankfurter Garten zum Opfer fallen.

Infos:

FRAGAR_LogoFrankfurter Garten e.V.

Lage: auf dem Danziger Platz, gegenüber vom Ostbahnhof
Anfahrt: Bus 32, U6 und Straßenbahnlinie 11

geöffnet täglich von 11 -21 Uhr

www.frankfurter-garten.de

Boris A. Drabant für rund-um-frankfurt.net

Frühlingsball im Palmengarten Frankfurt

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur versammelten sich am gestrigen Samstag in Frankfurt – nicht etwa um Karneval zu feiern, sondern um eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen: In den Räumlichkeiten des Frankfurter Palmengartens hatte die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten zum ersten Frühlingsball eingeladen. Die Erlöse der Veranstaltung flossen der Stiftung zu.

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Im Gesellschaftshaus und im angrenzenden historischen Palmenhaus wurde bis in die Morgenstunden getanzt und ausgelassen gefeiert – ganz so, wie es noch vor wenigen Jahrzehnten in den Räumlichkeiten des Palmengartens üblich war.
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Im wunderschön dekorierten Gesellschaftshaus genossen die Gäste ein 3-Gang Menü von Alfred Friedrich (Chef de Cuisine des Gesellschaftshauses Palmengarten), bevor unter Moderation von Sibylle Nicolai zur Musik der Band Noble Composition mit Sängerin Bonita und Modern-Talking-Legende Thomas Anders getanzt wurde. Nicht nur die Frühlingsblumenausstellung, auch das historische Palmenhaus mit Bars und Entertainment lud zum Flanieren ein, in der Galerie im Palmenhaus war eine Club-Diskothek untergebracht.

Rockte das Gesellschaftshaus des Palmengartens - Thomas Anders
Rockte das Gesellschaftshaus des Palmengartens – Thomas Anders

Die Räumlichkeiten des Palmengartens und die Außenanlagen erstrahlten in farbigem Glanz eines eigens für den Abend konzipierten Beleuchtungskonzeptes, Tausende von Blüten waren von Floristen und Gärtnern in kunstvollen Arrangements für den Abend verarbeitet worden.

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