Archiv der Kategorie: Essen & Trinken

10 Jahre „Markt des guten Geschmacks“ – Jubiläum für Slow Food in Stuttgart

Slow Food Messe Logo

Slow Food steht für regionale, nachhaltig und handwerklich erzeugte Lebensmittel bester Qualität. Bereits zum zehnten Mal können Besucher diese auf dem Markt des guten Geschmacks im Rahmen der Stuttgarter Frühjahrsmessen probiert, genossen und auch mit nach Hause genommen werden.

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Freude am Kochen und bewusstem Genießen sowie die Wertschätzung der Esskulturen sind die tragenden Säulen der Messe. Die Besucher kommen persönlich mit Erzeugern und Lebensmittelhandwerkern zusammen, die im gewöhnlichen Konsumentenalltag anonym bleiben.

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Markt des guten Geschmacks
Die Slow Food Messe
Messegelände Stuttgart 31.03. – 03.04.2016

Eintrittspreise:
Tageskarte 13 € / 10 € ermäßigt
Dauerkarte 25 €

Margarete Backstage oder: zwei Brüder, zwei Köche und eine geniale Erfindung

Dies ist ein Gastbeitrag unseres Partner-Blogs Cala kocht

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Wer mich kennt und schon eine Weile meinen Blog und meine Beiträge auf Facebook verfolgt, weiß, dass mein erklärter Favorit unter den veganen Frankfurter Restaurant-Optionen das Margarete in der Braubachstraße ist. Hier gibt es zwar nur sonntags rein vegane Küche, dafür ist die aber vom Allerfeinsten.

Am vergangenen Sonntag durfte ich hinter die Kulissen schauen.

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Verantwortlich für den veganen Sonntag im Margarete sind die Brüder Johannes und Joseph Schreiter. Beide sind als Köche Quereinsteiger, beide leben privat überwiegend vegan. Johannes kocht auch unter der Woche im Margarete, Joseph arbeitet hauptberuflich als Designer.

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Raffaela Schöbel, Inhaberin und Geschäftsführerin im Margarete, unterstützt den veganen Sonntag aus Überzeugung

Inzwischen ist der Sonntag im Margarete zu einer echten Institution in der Frankfurter Restaurantszene geworden – und das nicht nur unter veganem Publikum. „Anfangs haben sich manchmal noch Gäste beschwert, die zufällig sonntags reserviert hatten und enttäuscht über die fleischlose Karte waren“, erzählt uns Margarete-Inhaberin und Geschäftsführerin Raffaela Schöbel, die sonntags immer vor Ort ist und sich persönlich um den Service kümmert. Mittlerweile komme es nur noch ausgesprochen selten vor, dass sich ein Gast „verirrt“ und enttäuscht geht. „Der vegane Sonntag ist mittlerweile fest verankert und sehr gut besucht.“

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Gekocht wird kreativ und extrem abwechslungsreich mit saisonalem Gemüse, ausgesuchten Gewürzen und Kräutern. Die Karte wird jede Woche überarbeitet und nach den neuen Ideen der Köche angepasst. Hier geht es nicht darum, irgendwelche Gerichte vegan nachzubauen, sondern mit veganen Zutaten auf höchstem Niveau gesund und genussvoll zu kochen. Wer sonntags ins Margarete geht, will nicht essen, sondern genießen – dass die Karte nebenbei auch vegan ist, vergisst man beinah.

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„Unser Ziel ist ein phantasievoller Umgang mit Gemüse, ein fröhliches, genussvolles Essen ohne tierische Begleitung und ohne Verzicht“, erklärt mir Johannes, während er die Tomaten für die Vorspeisen auf Bleche verteilt, die jetzt mit reichlich Gewürzen mindestens zwei Stunden in Ofen schmoren werden.

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Dass die beiden Brüder in jeder Hinsicht ein eingespieltes Team sind und ihre Ideen mit großem Durchhaltevermögen in die Tat umsetzen, zeigen sie bei ihrem jüngsten Projekt. Auf Basis ihrer praktischen Erfahrungen haben sie ein Profi-Schneidbrett mit ausgeklügelten Details entwickelt.

„Die Idee kam mir, als ich sah, wie sich im größten Küchenstress ein Kollege eine Box unter sein Schneidbrett klemmte, um die Küchenabfälle direkt entsorgen zu können“, erzählt Johannes.

Entstanden ist das „Frankfurter Brett“, ein massives Multi-Funktions-Brett, das in drei Größen erhältlich sein wird und für den ambitionierten Hobbykoch gleichermaßen interessant ist, wie für Profis und Gastroküchen. In das Brett eingearbeitet sind ausziehbare Halterungen für die klassischen Gastro-GN-Behälter. Hier finden Zutaten, Schnittgut, Abfälle und Werkzeuge Platz, so dass das Arbeiten effizient, platzsparend und professionell wird – ganz zu schweigen von dem Spaß, den es macht, so zu arbeiten.

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Die Profi-Version, die ich im Margarete bewundere, liegt zudem rutschfest auf einem massiven Sockel aus schwarzem Gussbeton.

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Seit drei Jahre arbeiten die Brüder jetzt mit Partnern aus der Industrie an der Umsetzung ihrer Idee, haben Prototypen entwickelt, Partner gesucht und gewechselt und unzählige Hürden genommen. Nun soll die pfiffige Erfindung durch Crowdfunding finanziert werden und in Produktion gehen.

Wenn du mehr über das Frankfurter Brett erfahren möchtest, schau dir diese beiden YouTube-Videos an:

Zum Crowdfunding-Projekt (und damit zur Möglichkeit, dir dein eigenes Brett zu sichern), geht’s hier.

Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende
Cala

Markt im Hof – Hipsters Kantine in der Wallstraße

Bisher galt das Brücken- und Wallstraßen Viertel in Sachsenhausen als eines der in jedem Sinne gelungensten Beispiele für Gentrification in Frankfurt. Innerhalb weniger Jahre  wechselten die Ladenmieter, schlossen alteingessene Betriebe. Boutiquen, Design-affine Läden und dazu passende Cafés und Bars öffneten ihre Türen und verwandelten das vormals eher etwas schläfrige Viertel in einen Hotspot für Hipster und Touristen.

Neuester Anziehungspunkt ist der samstägliche „Markt im Hof“ in der Wallstraße Nummer 11. Auf dem Gelände eines ehemaligen Getränke-Abholmarktes öffnen jeden Samstag von 10-17 Uhr verschiedene Anbieter von regionalen Lebensmitteln, sowie von Speisen und Getränken ihre Stände.

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Gleichzeitig kann man sowohl drinnen im roh belassenen Industrial Ambiente sitzen oder, bei schönem Wetter, an Biertischen im Hof essen und trinken. Die Anbieter wechseln, haben jedoch alle einen regionalen Bezug und self-made Charme. Bei unserem Besuch gab es handgemachte Sommerrollen, vietnamesisches Essen, feinen Käse von einem Affineur aus dem Rheingau, die obligatorische Bratwurst und noch einige weitere Anbieter von feinem Lebensmitteln.

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Markt im Hof
jeden Samstag 10 – 17 Uhr
Wallstraße 11
60594 Frankfurt

Mehr Infos auf facebook

 

Seit heute im Handel: Rhein Main Geht Aus 2014

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Zum 9. Mal erscheint der Genuss Führer „Rhein Main Geht Aus“ von Journal Frankfurt – das Pendant zur Frankfurt-Ausgabe „Frankfurt Geht Aus“.

Wie das City-Heft habe sich mittlerweile auch die Regionalausgabe sehr gut etabliert, betont der Verlag – angesichts der vielen kulinarischen Highlights im Rhein-Main-Gebiet sei dies auch kein Wunder. Hinter vorgehaltener Hand heißt es sogar, die Rhein-Main-Ausgabe sei „fast die spannendere“ – schließlich ist die Restaurantszene in der Stadt mittlerweile hinlänglich bekannt, während es „in der Wallachei“ (O-Ton) immer noch etwas zu entdecken gibt.

Die kulinarischen Tipps sind denn auch wie gewohnt nach Regionen sortiert: Rhein-Main, Wiesbaden & Mainz, Darmstadt, Taunus, Rheingau & Rheinhessen, Bergstraße & Odenwald, Spessart & Fränkischer Odenwald, Wetterau & Vogelsberg und – als neue Rubrik im Heft – „Rund um Frankfurt“ für die Gastronomie in unmittelbarer Nähe zu Frankfurt (praktisch im Graubereich zwischen Frankfurt und Land).

Für das Regionalheft wird es auch eine App für iPhone, iPad und Androit geben, bei der die Top 10-Listen ständig aktualisiert werden. Wer die Print-Version kauft, bekommt die digitale Version über einen Code im Heft für knapp 2 Euro, ohne Heft gibt’s die App zum gleichen Preis wie das Heft. Zeitgleich wurde übrigens auch die lang erwartete Androit-Version für das Mutterheft, Frankfurt Geht Aus zugesagt.

Anlässlich der Pressekonferenz zur Preisverleihung in den Räumen der Genussakademie am gestrigen Donnerstag (26.09.) präsentierten sich sieben der Top-Platzierten und zeigten ihr Können.

So ging der 1. Platz  in der neuen Rubrik „Rund um Frankfurt“  an den Traditionsbetrieb Das Waitz in Lämmerspiel (ehemals Landhaus Waitz). Hier kocht Kirsten Kellner mit seinem Team. Bei der Preisverleihung lobend erwähnt wurde übrigens der Umgang des Restaurantteams mit Kindern. Auch wenn „Das Waitz“ kein explizites Familien-Restaurant ist, gibt es als Amouse bouche für die Kinder auch etwas, das ihnen schmeckt und sie dürfen auch schon mal in die Küche kommen, um ihr Dessert selber zu garnieren.
www.hotel-waitz.de

Platz 1 bei den „Geheimtipps“ belegte das Restaurant Lebenslust (Koch Alexander Großmann) im Bürgerhaus Mörfelden-Waldorf.  Hier kocht man Traditionsküche „mit Pfiff“ und nutzt den eigenen großen Kräutergarten vor der Tür. Und der Name ist Programm, betont Großmann: Wie könnte der Lebenslust besser Ausdruck verleihen als bei einem tollen Essen mit einem guten Glas Wein.
www.lebenslust-moerfelden.de

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Der 1. Platz der Landgasthöfe im Taunus ging an das _Kuli.nariath im Hochheimer Hof. Hier kocht Sebastian Brack mit Team „bio und regional“. Ziel ist es, Lebensmittel von bester Qualität zu verarbeiten und das schmeckt man auch – seine „Geschmorten Kalbsbäckchen auf Petersilienwurzelstampf an glasiertem Kohlrabigemüse“ waren hervorragend. Auf der Karte stehen z.B. Maultaschen (ab 8 €); Carpaccio von Roter & Gelber Beete mit lauwarmem Ziegenkäse und Selleriesoße (7,50 €) , Rückensteak vom Weiderind (ab 22,50 €) oder Zander auf Muskatkürbischutney (18,50 €). Hier würde uns nur noch ein vegetarisches Hauptgericht fehlen…
www.kulinariath.de

Den 1. Platz Spessart und Fränkischer Odenwald (sowie Platz 7 der Liste der Exklusiven) belegte das Restaurant Auberge de Temple in Johannesberg (oberhalb von Aschaffenburg) mit Koch Ludger Helbig (ehemals Restaurant „Sonne“).

Bestplatziert in der Rubrik „Essen mit Glanz und Gloria“ und mit zwei weiteren Platzierungen ausgezeichnet wurde das Kronenschlösschen. Hier kocht der junge  Sebastian Lühr, der als Lehrling im Haus angefangen hat, inzwischen ins Kronenschlösschen zurückgekehrt ist und die Küche dort übernommen hat. Sein „Glasiertes Schweinekinn mit Erdnuss, Chili und Koriander“ ist einfach göttlich.
www.kronenschloesschen.de

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Den 1. Platz in der Region Rheingau und Rheinhessen belegte das Gourmetrestaurant Burg Schwarzenstein mit Koch Dirk Schröer und war damit zugleich die „Entdeckung des Jahres“. Beachtung sollten hier auch die Arrangements Hotel & Restaurant finden.
www.burg-schwarzenstein.de

Das Gourmetrestaurant Villa Rothschild Kempinski in Königstein mit Christoph Rainer als Koch (2 Michelin Sterne, 18 Gault Milau Punkte) belegte erneut den 1. Platz der gesamten Region. Hervorgehoben wurde hier besonders, dass die erstklassige Küche „trotz allem erschwinglich“ sei. Wobei Küchenchef Rainer betont, dass man „grundsätzlich alles macht, was der Gast will“ – und das kann durch das internationale Hotel-Publikum dann auch mal ein simpler Wackelpudding sein – so unlängst verlangt von einem japanischen Gast.
www.kempinski.com
Dem Heft liegt auch diesmal wieder die Herbstausgabe des Genussmagazins bei.

Jetzt sind Sie dran:
Wir verlosen 5 Hefte „Rhein Main Geht Aus 2014“

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Wir möchten wissen, welches Ihr persönliches Lieblingsrestaurant oder Ihr Restaurant-Geheimtipp in Rhein-Main ist und warum. Schreiben Sie uns bis zum 04.10. über die Kommentarfunktion als Antwort auf diesen Post, welche(s) Restaurant(s) Sie unseren Lesern empfehlen können. Unter allen Kommentaren verlosen wir zusammen mit dem Journal Frankfurt 5 druckfrische Hefte „Rhein Main Geht Aus 2014“.

 

25 Jahre Genuss in der Mainmetropole:
FRANKFURT GEHT AUS! im Jubiläumsjahr 2014

Frankfurt geht aus 2014

Frankfurts Restaurantführers FRANKFURT GEHT AUS! ist diesmal als Jubiläumsausgabe mit einer Druckauflage von 55.000 Exemplaren in den Handel gegangen. Einer Teilauflage liegt das FRANKFURT GEHT AUS-Jubiläumskochbuch bei – mit den besten Rezepten der 25 beliebtesten Restaurants aus 25 Jahren.

Natürlich ist das Jubiläumsheft nicht nur Lob und Kritik der Frankfurter Gastronomie, sondern auch der Geschichte von 25 Jahren FRANKFURT GEHT AUS gewidmet.

Die „Golden Tops“ listen die besten Restaurants aus 25 Jahren FRANKFURT GEHT AUS!, Frankfurter Persönlichkeiten verraten, wo sie am liebsten essen gehen und ein Gewinnspiel (jedes Heft ist zugleich ein Los) lockt mit 1025 Preise im Wert von über 40.000 Euro.

Trotz allem steht aber auch im Jubiläumsheftes in gewohnter Weise die Gastro-Kritik im Mittelpunkt.

Als bester Koch der Stadt wurde auch in diesem Jahr Matthias Schmidt, Chefkoch der Villa Merton, ausgezeichnet. Auf den Plätzen zwei und drei liegen – dicht beieinander –  Andreas Krolik (Tiger-Restaurant) und Alfred Friedrich (Lafleur im Palmegarten).

d&l/cdl. 07/13