Archiv der Kategorie: Stadt & Land

Förderung des Landes Hessen: „Tag der kleinen Forscher“ begeistert Kinder für Wissenschaft

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(c) wissenschaft.hessen.de

100 Mädchen und Jungen aus Wiesbaden begrüßte Wissenschaftsminister Boris Rhein am gestrigen Dienstag (21. Juni 2016)  zum „Tag der kleinen Forscher“ im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. An vier großen Forscherstationen konnten die Kinder gemeinsam mit dem Minister Experimente ausprobieren.

Das Angebot reichte von mathematischen Rätseln bis zur Herstellung von Stickstoffeis. Der „Tag der kleinen Forscher“ ist eine Aktion der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und findet bundesweit statt.

Die Hessische Landesregierung fördert mit jährlich 85.000 Euro die sog. „MINT-Fächer“ – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das Geld fließt in Ferienworkshops, Erfinderwerkstätten und -clubs.

„Die MINT-Fächer sind für den Wohlstand und die notwendigen technischen Innovationen in Deutschland von hoher Bedeutung.
Die beispielhaft genannten Initiativen tragen ihren Teil dazu bei, um den Fachkräftenachwuchs in diesen Bereichen zu sichern“, betont Wissenschaftsminister Boris Rhein.

06/2016, D&L, cdl.

Schaufenster des Himmels – Städel zeigt Altenberger Altar

Altenberger Altar (linker Flügel): Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige
Rheinischer Meister Altenberger Altar (linker Flügel): Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige, um 1330 Mischtechnik auf Tannenholz, 153,5 x 119 cm Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – ARTOTHEK

Städel Museum (Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung)
22. JUNI BIS 25. SEPTEMBER 2016
SCHAUFENSTER DES HIMMELS.
DER ALTENBERGER ALTAR UND SEINE BILDAUSSTATTUNG

Vom 22. Juni bis zum 25. September 2016 zeigt das Städel Museum in der Ausstellung „Schaufenster des Himmels“ eine der eindrucksvollsten Kirchenausstattungen die aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert erhalten geblieben ist.

Der frühgotische Altenberger Altar und seine reiche Bildausstattung stammen aus dem ehemaligen Prämonstratenserinnen-Kloster Altenberg an der Lahn und werden in der Ausstellung erstmals wieder zusammengeführt.

The Cloisters Collection, 2003Datierung: 1290 - 1300Material/Technik: Pot-metal glass and vitreous paint,Herstellungsort: Kloster Altenberg (Lahn)Inventar-Nr.: 2003.478.1a, b
The Cloisters Collection, 2003
Datierung: 1290 – 1300
Material/Technik: Pot-metal glass and vitreous paint,
Herstellungsort: Kloster Altenberg (Lahn)
Inventar-Nr.: 2003.478.1a, b

Die Ausstellung zeigt insgesamt 37 Exponate, darunter das Hochaltarretabel mitsamt seinem Schreinkasten, der zentralen Muttergottesfigur und den Flügelbildern mit Passions- und Mariendarstellungen, sowie kostbarste Ausstattungsstücke rund um den Altar.

Unbekannter Meister Kanne der heiligen Elisabeth, 1. Hälfte 13. Jahrhundert Silber, zum Teil vergoldet, getrieben, gestanzt, ziseliert, graviert, Bergkristall, Koralle, H. 34,5 cm; D. 13,5 cm (Korpus), 11,5 cm (Fuß); 1200 g Museum Schloss Braunfels, Braunfels © Museum Schloss Braunfels

Werke der Tafelmalerei und Skulptur sowie der Textil- und Goldschmiedekunst lassen ein komplexes Bezugssystem von Bildern lebendig werden und führen das Zusammenspiel verschiedener Medien in einer konkreten Altarraumausstattung des frühen 14. Jahrhunderts eindrücklich vor Augen.

Kreuzbeschlag; Limoges; um 1200; H 18,2 cm, B 13,2 cm; Kupfer teilvergoldet, Email, Grubenschmelz, Christusfigur Bronze gegossen
Unbekannter Meister Kreuzbeschlag und Vortragekreuz, Limoges, um 1200 Kreuzbeschlag: teilvergoldete und emaillierte Kupferplatte mit aufgenieteter, vergoldeter Bronzefigur, 18,2 × 13,2 cm, 215 g; Vortragekreuz: Holzkern, teilvergoldete und emaillierte Kupferplatten, vorderseitig aufgenietete, vergoldete Bronzefiguren, 40,9 × 25 cm, 1009 g Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main © Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main Foto: Uwe Dettmar

Im Zentrum der Ausstellung steht das wandelbare Flügelretabel des Hochaltars, das diesen ab etwa 1330 schmückte. Die Flügeltafeln des Altarzusammenhangs wurden 1925 für das Städel erworben und zählen nicht nur zu den frühesten, sondern zugleich zu den herausragendsten Werken der deutschen Tafelmalerei.

In der Ausstellung werden sie nun umfassend in ihrem historischen, künstlerischen und funktionalen Zusammenhang präsentiert.

weitere Informationen: www.staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

D&L, cdl. 16/05/11

Große Kundgebung für Toleranz und Weltoffenheit auf dem Frankfurter Römerberg

Rund 10.000 Menschen erwartet die Frankfurter Polizei am kommenden Montag auf dem Römerberg zu einer Kundgebung gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und für eine weltoffene Stadt. Ein Bündnis aus über 60 Gruppen und Initiativen hat dazu aufgerufen, um ein Zeichen gegen die sogenannte „Pegida“ Bewegung zu setzen. Deren Frankfurter Ableger hat für den gleichen Abend eine Demonstration in der Frankfurter Innenstadt  angemeldet.

No-Fragida
OB Peter Feldmann hat zur Teilnahme an der Veranstaltung auf dem Römerberg aufgerufen. Die Webseite der Stadt Frankfurt zitiert ihn mit folgendem Statement:

„Frankfurt setzt als internationalste Stadt Deutschlands ein klares Zeichen. Frankfurt ist Heimat von Menschen aus 170 Nationen. Wir demonstrieren nicht gegen unsere Nachbarn und Kollegen, wir demonstrieren mit ihnen und für sie gemeinsam.“

Feldmann wird am Montag Abend neben anderen Rednern zu den Frankfurter/Innen sprechen.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr auf dem Römerberg. Aufgrund der zu erwartenden Polizeipräsenz ist in der gesamten Innenstadt mit Verkehrsbehinderungen und Bereichssperrungen zu rechnen.

Frankfurter Garten

Gardening is cheaper than therapy and you get tomatoes!

Seit ein paar Jahren ist die Bewegung des „Urban Gardening“, also das Gärtnern im städtischen Raum außerhalb von Klein- und Hausgärten, auch in deutschen Metropolen sehr populär. Urbane Brachen, seien sie immer noch kriegsbedingt oder schon eine Folge konjunktureller Schwankungen, werden so im besten Falle in grüne Oasen verwandelt.

Frankfurter Garten

Eine solche Brache findet sich unweit des EZB Neubaus vor dem Gelände des Ostbahnhofs in Frankfurt. Seit  2013 verwandeln hier engagierte Frankfurter/Innen die unwirtliche Verkehrsinsel vor dem Bahnhof in ein kleines Naherholungsgebiet.

Frankfurter Garten

Der spezielle Charme des urbanen Gärtnerns liegt im temporären Charakter der bespielten Orte, im losen Verbund der engagierten Bürgerinnen und Bürger und im nützlich-provisorischen der gärtnerischen Gestaltung.

Frankfurter Garten

Gemüse und Zierpflanzen wachsen in allen möglichen Behältern. Vom städtischen Betonkübel, der gartenarchitektonischen Allzweckwaffe der siebziger Jahre, bis hin zu halbierten und umgekrempelten Säcken aus geflochtenem Kunststoff – es hat den Anschein, dass alles was Erde zusammen halten kann, zum Einsatz kommt.

Frankfurter Garten

Dabei sind sowohl die Behälter, als auch alle anderen selbst konstruierten Rankhilfen, Gestelle und Pflanztische durchdacht, den Pflanzen gerecht und meistens aus Dingen hergestellt, die hier ihre zweite oder dritte Verwertung erfahren. Die schlicht schönen Hochbeete können dabei seit diesem Jahr auch gekauft und für den eigenen Garten in Anwendung gebracht werden.

Frankfurter Garten

Der  Platz vor dem Ostbahnhof ist jedoch mehr als nur ein grüner Punkt auf dem Frankfurter Stadtplan. Bewohner des Viertels nutzen ihn als Ruhepol und als kommunikativen Marktplatz.  Raum dafür bietet die angegliederte Gastronomie.
Hier kann man, auch als Besucher, eine Kleinigkeit essen und trinken, mit den Mitgliedern des Stadtgartens ins Gespräch kommen oder einfach nur die Sonne genießen.

Frankfurter Garten

Auch wenn das Engagement der Vereinsmitglieder den Platz vor dem Ostbahnhof zum Blühen gebracht hat – ohne Sponsoren und Kooperationspartner wäre dies kaum möglich gewesen. Auch das Wohlwollen der Stadt und die Unterstützung durch die städtischen Betriebe und den Regionalpark Rhein-Main tragen dazu bei, dass die Idee eines Gartens mitten in der Stadt Wirklichkeit werden kann. Zudem hat die DB das Gelände dem Verein zur Nutzung überlassen.

Frankfurter Garten

Der provisorische Charakter des Gartens macht ihn jedoch auch anfällig für die Begehrlichkeiten von Investoren und Stadtplanern. Es existieren bereits Pläne, das gesamte Gelände rund um den Ostbahnhof aufzuwerten. Die Nähe zum Neubau der EZB steigert die Attraktivität des Viertels und der seit Jahren vernachlässigte Bahnhof soll modernisiert werden. Diesen Veränderungen könnte der Frankfurter Garten zum Opfer fallen.

Infos:

FRAGAR_LogoFrankfurter Garten e.V.

Lage: auf dem Danziger Platz, gegenüber vom Ostbahnhof
Anfahrt: Bus 32, U6 und Straßenbahnlinie 11

geöffnet täglich von 11 -21 Uhr

www.frankfurter-garten.de

Boris A. Drabant für rund-um-frankfurt.net