Schaufenster des Himmels – Städel zeigt Altenberger Altar

Altenberger Altar (linker Flügel): Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige
Rheinischer Meister Altenberger Altar (linker Flügel): Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige, um 1330 Mischtechnik auf Tannenholz, 153,5 x 119 cm Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – ARTOTHEK

Städel Museum (Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung)
22. JUNI BIS 25. SEPTEMBER 2016
SCHAUFENSTER DES HIMMELS.
DER ALTENBERGER ALTAR UND SEINE BILDAUSSTATTUNG

Vom 22. Juni bis zum 25. September 2016 zeigt das Städel Museum in der Ausstellung „Schaufenster des Himmels“ eine der eindrucksvollsten Kirchenausstattungen die aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert erhalten geblieben ist.

Der frühgotische Altenberger Altar und seine reiche Bildausstattung stammen aus dem ehemaligen Prämonstratenserinnen-Kloster Altenberg an der Lahn und werden in der Ausstellung erstmals wieder zusammengeführt.

The Cloisters Collection, 2003Datierung: 1290 - 1300Material/Technik: Pot-metal glass and vitreous paint,Herstellungsort: Kloster Altenberg (Lahn)Inventar-Nr.: 2003.478.1a, b
The Cloisters Collection, 2003
Datierung: 1290 – 1300
Material/Technik: Pot-metal glass and vitreous paint,
Herstellungsort: Kloster Altenberg (Lahn)
Inventar-Nr.: 2003.478.1a, b

Die Ausstellung zeigt insgesamt 37 Exponate, darunter das Hochaltarretabel mitsamt seinem Schreinkasten, der zentralen Muttergottesfigur und den Flügelbildern mit Passions- und Mariendarstellungen, sowie kostbarste Ausstattungsstücke rund um den Altar.

Unbekannter Meister Kanne der heiligen Elisabeth, 1. Hälfte 13. Jahrhundert Silber, zum Teil vergoldet, getrieben, gestanzt, ziseliert, graviert, Bergkristall, Koralle, H. 34,5 cm; D. 13,5 cm (Korpus), 11,5 cm (Fuß); 1200 g Museum Schloss Braunfels, Braunfels © Museum Schloss Braunfels

Werke der Tafelmalerei und Skulptur sowie der Textil- und Goldschmiedekunst lassen ein komplexes Bezugssystem von Bildern lebendig werden und führen das Zusammenspiel verschiedener Medien in einer konkreten Altarraumausstattung des frühen 14. Jahrhunderts eindrücklich vor Augen.

Kreuzbeschlag; Limoges; um 1200; H 18,2 cm, B 13,2 cm; Kupfer teilvergoldet, Email, Grubenschmelz, Christusfigur Bronze gegossen
Unbekannter Meister Kreuzbeschlag und Vortragekreuz, Limoges, um 1200 Kreuzbeschlag: teilvergoldete und emaillierte Kupferplatte mit aufgenieteter, vergoldeter Bronzefigur, 18,2 × 13,2 cm, 215 g; Vortragekreuz: Holzkern, teilvergoldete und emaillierte Kupferplatten, vorderseitig aufgenietete, vergoldete Bronzefiguren, 40,9 × 25 cm, 1009 g Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main © Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main Foto: Uwe Dettmar

Im Zentrum der Ausstellung steht das wandelbare Flügelretabel des Hochaltars, das diesen ab etwa 1330 schmückte. Die Flügeltafeln des Altarzusammenhangs wurden 1925 für das Städel erworben und zählen nicht nur zu den frühesten, sondern zugleich zu den herausragendsten Werken der deutschen Tafelmalerei.

In der Ausstellung werden sie nun umfassend in ihrem historischen, künstlerischen und funktionalen Zusammenhang präsentiert.

weitere Informationen: www.staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

D&L, cdl. 16/05/11